DER LEUCHTER AUF DEM KU’DAMM:
Ein neues Licht für die ganze Stadt
Jüdisches Leben inmitten der Gesellschaft
Mit sicher über 30.000, vielleicht sogar mehr als 40.000 Menschen ist die
jüdische Community in Berlin heute so stark wie seit dem Ende von NS-
Barbarei und Shoah nicht mehr. Sicher, verglichen mit ehedem über
200.000 Jüdinnen und Juden in Berlin ist dies zwar immer noch eine
tragisch geringe Zahl, dennoch aber zeigt sich die jüdische Gemeinschaft
inmitten unserer urbanen Gesellschaft und auch jenseits aller religiösen
Prägungen von ultraorthodox über liberal bis hin zu nichtjüdisch-
konfessionell oder aber schlicht atheistisch ebenso erstaunlich wie
erfrischend bunt und vielfältig. Namentlich gilt dies im sozialen und
kulturellen Sektor, in dem sich allen Berlinerinnen und Berlinern
mannigfaltige Einblicke in die Vielfalt jüdischen Lebens bieten, die so den
interkulturellen und interreligiösen Dialog wesentlich fördern.
Ein neues Leuchtzeichen für den Ku’damm
Vor diesem Hintergrund soll Berlin um ein neues Wahrzeichen reicher
werden. Das Jewish Center for Arts and Culture mit ihrem Veranstaltungs- und Projektformat
‘Salon Avitall’ wird im Herbst 2026 auf dem Kurfürstendamm eine
Großplastik errichten, Sinnbild eines neuen Leuchtzeichen, Symbol für
das gesamte Stadtleben und seine Gesellschaft, Wahrzeichen
insbesonderes für das ungebrochene, jüdische Leben mitten in Berlin.
Wir stehen dazu von Anbeginn des in enger Kooperation mit dem
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, von das Projekt begrüßt wurde
mit den Worten: „Das jüdische Leben wächst in der Hauptstadt und
insbesondere in der City West. Der Leuchter wird das an prominenter
Stelle in besonderer Weise zum Ausdruck bringen.“
Designer Arik Levy und Initiatorin Avitall Gerstetter
Gestaltet wurde die in Entwurf und Modellen bereits vollendete Skulptur
von dem international renommierten und preisgekrönten Designer Arik
Levy. Es wird sich bei ihr handeln, so der Künstler, um einen nicht
vollendeten Davidstern mit den Maßen von circa 4×4 x4 Metern, der aus
mehreren Blickwinkeln zugleich zwei Menschen symbolisiert, die
miteinander im Austausch stehen. Zwei verwinkelte Arme berühren sich
an einer Stelle und sind durch diesen Schnittpunkt zu einer Einheit
verbunden. Ein weiterer Arm stützt die Skulptur auf dem Boden ab, der
andere hingegen mündet in zwei emporragende Kerzensockel, in denen
zwei Leuchter angebracht sein werden.
Bereits der Entwurf (siehe Foto) zeigt, dass es eine imposante
Kunstinstallation sein wird, die die Initiatorin Avitall Gerstetter,
hauptberuflich liberal-jüdische Kantorin der Synagoge Oranienburger
Straße, da auf dem weltberühmten Boulevard zum Leuchten bringen will:
„Es ist ein großes Glücksgefühl, der Vollendung dieses Vorhabens nun so
nahe zu sein. Wir planen und betreiben das Projekt nun schon seit
einigen Jahren und sind nun endlich auf der Zielgeraden: die Einweihung
des Kunstwerks im Herbst 2022 ist in greifbarer Nähe. Ich danke dem
Bezirk und den etlichen, großzügigen Spendern weit über die jüdische
Gemeinschaft und weit über Berlin hinaus. Nur durch ihre Kooperation
und Großzügigkeit wurden dies Projekt und dessen Gestaltwerdung erst
möglich.“
Feierliche Einweihung im Herbst 2026
Die beiden Leuchter, die die Skulptur krönen werden, werden jeweils ab
Freitagabend zu Beginn des Schabbat bis zu Hawdala am darauf
folgenden Samstag den Standort auf dem Mittelstreifen des Ku’damms in
Höhe Einmündung Knesebeckstraße illuminieren und damit ein Zeichen
setzen für ein tolerantes und offenes Miteinander, zu dem das jüdische
Leben selbstverständlich dazugehört.
Avitall Gerstetter: „Dieses Licht und der besondere Ort sollen immer
wieder zeigen, daß jüdisches Leben integraler Teil Berlins und unserer
gesamten Gesellschaft ist, daß es auch außerhalb von Synagogen,
Gemeinden, Museen und Gedenkstätten besteht und allen wohlgesinnten
Menschen offen und voller Zukunftshoffnung gegenübertritt“.
Unmöglich ist wie gleichermaßen dankenswert und hoch erfreulich,
angesichts deren großer Zahl, alle Menschen und Institutionen zu
nennen, die dem Vorhaben mit ihrer Unterstützung gedient haben, von
Behörden über städtische Betriebe, von Verbänden über Unternehmen bis
hin zu zahlreichen Einzelspendern, von denen sich Einige mit äußerst
namhaften Beträgen engagiert haben. Fazit:
Ein lebendiges Kunstwerk als Ausdruck des zivilgesellschaftliches
Engagements, ein Symbol für Zusammenhalt und Toleranz und ein
Zeichen gegen Spaltung und Hass. Berlin wird Antisemitismus niemals
hinnehmen – auch dafür wird die Skulptur mitten auf dem
Kurfürstendamm stehen.
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